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    Fremdwährungskredit

    Der Fremdwährungskredit ist ein in einer anderen Währung als Euro aufgenommener Kredit – in Österreich vor allem als Schweizer-Franken-Kredit bekannt und historisch bedeutsam.

    Definition

    Ein Fremdwährungskredit ist ein Kredit, der in einer anderen Währung als der Heimatwährung des Kreditnehmers aufgenommen wird. In Österreich wurden insbesondere in den Jahren 2000–2008 zahlreiche Immobilienkredite in Schweizer Franken (CHF) oder japanischen Yen (JPY) aufgenommen.[1]

    Risiken und Regulierung

    Die wesentlichen Risiken umfassen:

    • Wechselkursrisiko: Aufwertung der Fremdwährung erhöht die Rückzahlungslast
    • Zinsänderungsrisiko: Veränderung des Referenzzinssatzes in der Fremdwährung
    • Tilgungsträgerrisiko: Häufig in Kombination mit Tilgungsträgern (Lebensversicherungen, Fonds)

    Seit 2008 wurden die Vergaberegeln massiv verschärft. Die FMA hat 2010 eine Empfehlung zur Einstellung der Neuvergabe ausgesprochen. Bestehende Fremdwährungskredite befinden sich in geordneter Abwicklung.[2]

    Einzelnachweise

    1. FMA-Mindeststandards zur Vergabe und Gestionierung von Fremdwährungskrediten, FMA-FMWSG (FMA)
    2. Nationalbank, Finanzmarktstabilitätsbericht 2023, Fremdwährungskredite (OeNB)

    Siehe auch

    Kategorien: Finanzierung | Risikomanagement

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