Thermische Sanierung
Die thermische Sanierung umfasst bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes, insbesondere durch Wärmedämmung, Fenstertausch und Heizungsmodernisierung.
Inhaltsverzeichnis
Definition und Maßnahmen
Unter thermischer Sanierung versteht man die nachträgliche energetische Verbesserung bestehender Gebäude. Typische Maßnahmen sind:[1]
- Wärmedämmung der Fassade (Vollwärmeschutz)
- Dämmung der obersten Geschoßdecke oder des Daches
- Kellerdeckendämmung
- Austausch von Fenstern und Außentüren
- Erneuerung oder Umstellung der Heizungsanlage
- Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung
Förderungen
Thermische Sanierungen werden in Österreich durch verschiedene Förderungen unterstützt:[2]
- Sanierungsbonus des Bundes (bis zu 42.000 Euro)
- Landesförderungen im Rahmen der Wohnbauförderung
- Förderungen für den Heizkesseltausch ("Raus aus Öl und Gas")
Der erzielte energetische Standard wird im Energieausweis dokumentiert.
Förderungen und Kosten
Für die thermische Sanierung stehen in Österreich umfangreiche Fördermittel zur Verfügung:
- Bundesförderung (Sanierungsbonus): Bis zu 42.000 € für umfassende Sanierung von Einfamilienhäusern
- Landesförderungen: Zusätzliche Förderungen je nach Bundesland (kumulierbar)
- Steuerliche Absetzbarkeit: Sonderausgaben gem. § 18 EStG für thermisch-energetische Sanierung
- Energieeffizienzgesetz: Verpflichtung der Energieversorger zur Förderung von Effizienzmaßnahmen
Typische Kosten einer umfassenden thermischen Sanierung eines Einfamilienhauses liegen bei 40.000–120.000 €. Die Amortisationszeit beträgt je nach Maßnahme 10–25 Jahre.[1]
Einzelnachweise
- OIB-Richtlinie 6 – Energieeinsparung und Wärmeschutz, Ausgabe 2023 (OIB)
- Sanierungsoffensive 2024, Bundesministerium für Klimaschutz (BMK)
