Altlastensanierung
Die Altlastensanierung bezeichnet die Beseitigung oder Sicherung von Umweltkontaminationen (Altlasten) auf Grundstücken, die durch frühere gewerbliche oder industrielle Nutzung entstanden sind.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Altlasten sind Altablagerungen (ehemalige Deponien) und Altstandorte (ehemalige Betriebsstandorte), von denen eine erhebliche Gefährdung für die Gesundheit oder die Umwelt ausgeht.[1] Die rechtliche Grundlage bildet das Altlastensanierungsgesetz (ALSAG).
Das Umweltbundesamt führt den Altlastenatlas, in dem kontaminierte oder verdächtige Flächen verzeichnet sind.
Bedeutung beim Immobilienkauf
Beim Kauf von Grundstücken, insbesondere von ehemaligen Gewerbeflächen, ist die Prüfung auf Altlasten ein wichtiger Bestandteil der Due Diligence.[2]
Käufer sollten:
- Den Altlastenatlas des Umweltbundesamtes abfragen
- Bodenuntersuchungen durchführen lassen
- Klären, wer die Kosten einer eventuellen Sanierung trägt
- Im Kaufvertrag entsprechende Gewährleistungsklauseln aufnehmen
Die Sanierungskosten können den Wert des Grundstücks erheblich übersteigen.
Einzelnachweise
- Altlastensanierungsgesetz (ALSAG), BGBl. Nr. 299/1989 (RIS)
- Umweltbundesamt, Altlastenatlas Österreich (Umweltbundesamt)
