Due Diligence (Immobilien)
Die Due Diligence ist eine umfassende Prüfung aller rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Aspekte einer Immobilie vor dem Erwerb oder einer Investition.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Due Diligence (wörtlich: gebührende Sorgfalt) bezeichnet im Immobilienbereich die systematische und detaillierte Prüfung einer Immobilie oder eines Immobilienportfolios vor einer Kaufentscheidung oder Investition. Ziel ist die Identifikation von Risiken und die Verifizierung wertrelevanter Informationen.[1]
Prüfungsbereiche
Eine Immobilien-Due-Diligence umfasst typischerweise:
- Rechtliche Prüfung: Grundbuchauszug, Eigentumsverhältnisse, Dienstbarkeiten, Bestandverträge, Widmung
- Technische Prüfung: Bausubstanz, Energieausweis, Sanierungsbedarf, Altlasten
- Wirtschaftliche Prüfung: Mieterlöse, Betriebskosten, Leerstand, Marktvergleich
- Steuerliche Prüfung: Grunderwerbsteuer, ImmoESt, AfA-Potenzial
- Umweltprüfung: Altlastenkataster, Hochwassergefährdung
Bei großen Transaktionen wird die Due Diligence durch spezialisierte Beraterinnen und Berater (Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Sachverständige, Steuerberaterinnen und Steuerberater) durchgeführt.[2]
Einzelnachweise
- EHL Immobilien, Due Diligence bei Immobilientransaktionen, 2024 (EHL)
- Kranewitter, Liegenschaftsbewertung, 8. Auflage, Linde Verlag (Linde Verlag)
