Eigenmittel
Eigenmittel (Eigenkapital) sind jene finanziellen Mittel, die ein Immobilienkäufer aus eigenem Vermögen in die Immobilienfinanzierung einbringt, ohne auf Fremdfinanzierung zurückzugreifen.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Eigenmittel bezeichnen den Anteil des Kaufpreises und der Kaufnebenkosten, den der Käufer einer Immobilie aus eigenen Mitteln aufbringt. Dazu zählen Ersparnisse, Bausparverträge, Schenkungen, Erbschaften oder Erlöse aus dem Verkauf bestehender Immobilien.[1]
KIM-Verordnung
Seit August 2022 gilt in Österreich die KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung) der FMA. Diese schreibt vor:[2]
- Mindestens 20 % Eigenmittelquote bezogen auf den Immobilienwert
- Maximale Schuldendienstquote von 40 % des Nettoeinkommens
- Maximale Kreditlaufzeit von 35 Jahren
Die Verordnung soll eine nachhaltige Kreditvergabe sicherstellen und Überschuldung verhindern.
Bedeutung in der Praxis
Ausreichende Eigenmittel verbessern die Verhandlungsposition gegenüber der Bank, senken die monatliche Kreditrate und reduzieren das Risiko einer Überschuldung. Es empfiehlt sich, neben den 20 % für den Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten (ca. 10 % des Kaufpreises) aus Eigenmitteln zu decken.[1]
Einzelnachweise
- Arbeiterkammer Wien, Ratgeber Eigentumswohnung kaufen, 2024 (Arbeiterkammer)
- KIM-Verordnung, BGBl. II Nr. 343/2022 (FMA)
