Immobilienfinanzierung
Die Immobilienfinanzierung umfasst alle Maßnahmen zur Beschaffung der finanziellen Mittel für den Erwerb, Bau oder die Sanierung einer Immobilie in Österreich.
Überblick
Die Finanzierung einer Immobilie setzt sich in der Regel aus Eigenmitteln und Fremdkapital (meist einem Bankkredit) zusammen. In Österreich verlangen Banken seit den Vorgaben der Finanzmarktaufsicht (FMA) aus dem Jahr 2022 mindestens 20 % Eigenkapitalquote.[1]
Finanzierungsformen
Annuitätendarlehen: Die häufigste Form – gleichbleibende Raten bestehend aus Zins- und Tilgungsanteil.[2]
Endfälliges Darlehen: Während der Laufzeit werden nur Zinsen gezahlt, die Tilgung erfolgt am Ende in einer Summe.
Variables Darlehen: Der Zinssatz ist an einen Referenzzinssatz (z. B. Euribor) gekoppelt und kann sich ändern.
Fixzinsdarlehen: Der Zinssatz ist für eine vereinbarte Periode fix – bietet Planungssicherheit.
Bauspardarlehen: Ein über eine Bausparkasse finanziertes Darlehen mit begünstigten Konditionen.
Nebenkosten der Finanzierung
Neben dem Kaufpreis fallen bei der Immobilienfinanzierung weitere Kosten an:
- Grunderwerbsteuer: 3,5 % des Kaufpreises
- Grundbucheintragungsgebühr: 1,1 % des Kaufpreises
- Pfandrechtseintragungsgebühr: 1,2 % der Hypothekarsumme
- Vertragserrichtungskosten: 1–3 % des Kaufpreises
- Maklerprovision: bis zu 3 % + USt[3]
Einzelnachweise
- FMA-Mindeststandards zur Vergabe von Wohnimmobilienkrediten, KIM-Verordnung 2022 (Finanzmarktaufsicht)
- Österreichische Nationalbank, Finanzmarktstabilitätsbericht 2023 (OeNB)
- Arbeiterkammer Wien, Ratgeber Immobilienkauf 2024 (Arbeiterkammer)
