Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist das zentrale Zivilrechtsgesetz Österreichs und bildet die Grundlage für wesentliche Bereiche des Immobilienrechts.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) ist das seit 1812 geltende Zivilrechtsgesetz Österreichs. Es regelt das Privatrecht – darunter Eigentum, Vertragsrecht, Sachenrecht und Erbrecht – und bildet die Grundlage für zahlreiche immobilienrechtliche Bestimmungen.[1]
Bedeutung für das Immobilienrecht
Das ABGB enthält zentrale Bestimmungen des Immobilienrechts:
- Eigentumsrecht (§§ 353 ff.): Erwerb, Schutz und Übertragung von Eigentum an Liegenschaften
- Pfandrecht (§§ 447 ff.): Grundlage für die Hypothek
- Bestandrecht (§§ 1090 ff.): Allgemeine Regelungen zu Miet- und Pachtverträgen
- Dienstbarkeiten (§§ 472 ff.): Servitute wie Wegerecht, Leitungsrecht
- Nachbarrecht (§§ 364 ff.): Immissionsschutz, Grenzüberbau
- Superädifikat (§ 435): Bauten auf fremdem Grund (Superädifikat)
Für Wohnungsmietverträge wird das ABGB durch das Mietrechtsgesetz (MRG) ergänzt und teils überlagert.[2]
Einzelnachweise
- Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB), JGS Nr. 946/1811 idgF (RIS)
- Koziol/Welser, Grundriss des bürgerlichen Rechts, 15. Auflage, Manz Verlag (Manz Verlag)
