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    SÜBA AG

    Die SÜBA AG ist ein Wiener Bauträger aus dem Umfeld der Hallmann Holding. 2024/2025 geriet das Unternehmen in ein Sanierungsverfahren – eine der größten Bauträgerinsolvenzen der jüngeren österreichischen Wirtschaftsgeschichte.

    Unternehmen

    Die SÜBA AG (FN 82505g, Sitz Wipplingerstraße 35, 1010 Wien) ist seit 1994 im Firmenbuch eingetragen und firmierte bis 2018 als SÜBA Beteiligungs Aktiengesellschaft.[1] Das Unternehmen gehört zum Beteiligungskreis der Hallmann Holding von Klemens Hallmann.

    Geschäftsmodell war die Errichtung freifinanzierter und geförderter Wohnbauten in Wien, Niederösterreich und weiteren Bundesländern.

    Sanierungsverfahren

    Nach dem Zusammentreffen von gestiegenen Baukosten, hohen Finanzierungskosten und einbrechender Nachfrage nach Eigentumswohnungen musste die SÜBA ein Insolvenzverfahren beantragen. Die Passiva wurden mit rund 226 Millionen Euro angegeben; als Insolvenzverwalter wurde Patrick Gensbichler bestellt. Der Sanierungsplan wurde von den Gläubigern angenommen.[2][3]

    Schutz der Wohnungskäufer

    Für Käufer von Vorsorge- oder Eigentumswohnungen ist bei Bauträgerinsolvenzen das Bauträgervertragsgesetz (BTVG) entscheidend. Es schreibt Sicherungsmodelle vor, insbesondere:

    • Grundbücherliche Sicherstellung mit ratenweiser Zahlung nach Baufortschritt
    • Schuldrechtliche Sicherung durch Bankgarantie oder Versicherung
    • Pfandrechtliche Sicherung

    Zahlungen laufen über einen Treuhänder, meist einen Notar oder Rechtsanwalt, der die Freigabe erst bei erreichtem Baufortschritt vornimmt. Diese Mechanismen haben sich in den Bauträgerinsolvenzen ab 2023 als zentral erwiesen.

    Einordnung

    Die SÜBA-Insolvenz steht exemplarisch für die Krise der Bauträgerbranche nach der Zinswende: 2023 bis 2025 gerieten mehrere österreichische Entwickler in Schieflage – prominentestes Beispiel ist die Signa-Gruppe. Ursachen waren durchwegs hohe Fremdkapitalquoten, steigende Zinsen, gefallene Bewertungen und stockender Abverkauf.

    Aktuelles und Auszeichnungen

    • 2025: Der im April 2025 eröffnete Sanierungsplan der SÜBA AG wird von den Gläubigern zunächst angenommen[3], scheitert jedoch im Herbst 2025, weil die vereinbarte erste Teilquote von fünf Prozent nicht fristgerecht bezahlt wird; das Handelsgericht Wien leitet das Verfahren in einen Konkurs über.[4]

    Einzelnachweise

    1. Firmenbuchauszug SÜBA AG, FN 82505g (Firmenbuch)
    2. JUVE: 'SÜBA geht mit Abel in die Sanierung' (JUVE)
    3. Leadersnet: 'Sanierungsplan der SÜBA AG von Gläubigern angenommen' (Leadersnet)
    4. Der Standard: 'Gescheiterte Sanierung: Hallmann-Bauträger Süba AG in Konkurs', 02.10.2025 (derStandard)

    Siehe auch

    Kategorien: Unternehmen | Bauträger

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