Übergabeprotokoll
Das Übergabeprotokoll dokumentiert den Zustand einer Immobilie bei der Übergabe vom Vermieter an die Mieterin bzw. den Mieter oder vom Verkäufer an den Käufer.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Das Übergabeprotokoll ist ein Dokument, das den Zustand einer Immobilie zum Zeitpunkt der Übergabe festhält.[1] Es dient als Beweismittel für den Zustand bei Einzug und schützt beide Parteien vor unberechtigten Forderungen bei der Rückgabe.
Inhalt und Bedeutung
Ein sorgfältiges Übergabeprotokoll enthält:[2]
- Datum der Übergabe
- Namen der anwesenden Parteien
- Zählerstände (Strom, Gas, Wasser, Heizung)
- Zustandsbeschreibung jedes Raumes
- Vorhandene Mängel und Schäden (am besten mit Fotos)
- Anzahl übergebener Schlüssel
- Ggf. übernommene Einrichtungsgegenstände (vgl. Ablösevertrag)
Das Protokoll sollte von beiden Parteien unterschrieben werden. Bei der Rückgabe wird ein Rückgabeprotokoll erstellt, das mit dem Übergabeprotokoll verglichen wird – Differenzen können zu Abzügen von der Kaution führen.
Inhalt und Tipps
Ein vollständiges Übergabeprotokoll sollte folgende Punkte umfassen:
- Datum und Anwesende: Mieterin/Mieter, Vermieterin/Vermieter (oder Bevollmächtigte)
- Zählerstände: Strom, Gas, Wasser, Heizung
- Schlüssel: Anzahl und Art aller übergebenen Schlüssel
- Zustandsdokumentation: Raum für Raum – Böden, Wände, Decken, Fenster, Türen
- Inventar: Liste aller in der Wohnung verbleibenden Einrichtungsgegenstände
- Mängel: Dokumentation bestehender Schäden mit Fotos
- Unterschriften: Beider Parteien
Tipp: Fotos mit Zeitstempel anfertigen und dem Protokoll beilegen. Bei der Rückgabe dient das Einzugsprotokoll als Vergleichsbasis für die Abgrenzung zwischen normaler Abnützung und Schäden.[1]
Einzelnachweise
- Mietervereinigung Österreichs, Ratgeber Übergabeprotokoll (Mietervereinigung)
- Arbeiterkammer Wien, Checkliste Wohnungsübergabe 2023 (Arbeiterkammer)
