Die freie Immobilien-Enzyklopädie für Österreich

    Zinssatz

    Der Zinssatz bestimmt die Höhe der Zinsen, die ein Kreditnehmer für ein Darlehen an den Kreditgeber zu entrichten hat, und ist ein zentraler Faktor bei der Immobilienfinanzierung.

    Definition

    Der Zinssatz (auch Zinsfuß) gibt den Prozentsatz an, mit dem das geliehene Kapital pro Zeiteinheit (meist pro Jahr = p.a.) verzinst wird. Er ist das Entgelt für die Kapitalüberlassung.[1]

    Arten von Zinssätzen

    Fixer Zinssatz: Bleibt über die vereinbarte Fixzinsperiode unverändert. Bietet Planungssicherheit.

    Variabler Zinssatz: Ist an einen Referenzzinssatz (z. B. Euribor) gekoppelt und wird periodisch angepasst. Kann bei sinkenden Marktzinsen günstiger sein.

    Nominalzinssatz: Der reine Zinssatz ohne Nebenkosten.

    Effektivzinssatz: Enthält alle Kosten des Kredits und ermöglicht den Vergleich verschiedener Angebote.[2]

    Referenzzinssätze

    In Österreich werden variable Kredite häufig an den Euribor (Euro Interbank Offered Rate) gekoppelt, meist den 3-Monats- oder 6-Monats-Euribor. Dazu kommt ein Aufschlag (Marge) der Bank.[1] Die Europäische Zentralbank (EZB) beeinflusst das Zinsniveau über den Leitzins maßgeblich.

    Einzelnachweise

    1. Österreichische Nationalbank, Zinsinformationen und Statistiken (OeNB)
    2. Verbraucherkreditgesetz (VKrG), BGBl. I Nr. 28/2010 idgF (RIS)

    Siehe auch

    Kategorien: Finanzierung

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