Crowdinvesting (Immobilien)
Immobilien-Crowdinvesting ermöglicht es Anlegerinnen und Anlegern, sich über Online-Plattformen mit kleinen Beträgen an Immobilienprojekten zu beteiligen.
Inhaltsverzeichnis
Definition
Beim Immobilien-Crowdinvesting finanzieren viele Anlegerinnen und Anleger gemeinsam über eine Online-Plattform ein Immobilienprojekt – meist ein Neubauprojekt eines Bauträgers.[1] Die Beteiligung erfolgt typischerweise über qualifiziert nachrangige Darlehen mit fester Laufzeit und fester Verzinsung. Einstiegsbeträge beginnen oft bei 100–250 €.
Plattformen in Österreich
Die wichtigsten Immobilien-Crowdinvesting-Plattformen in Österreich und dem DACH-Raum sind:[1]
- Dagobertinvest: Größte österreichische Plattform mit Fokus auf Immobilien
- Rendity: Wiener Plattform für Immobilienprojekte
- HOME ROCKET: Spezialisiert auf Wohnbauprojekte
- Exporo: Deutsche Plattform, auch in Österreich aktiv
- Brickwise: Tokenisierte Bestandsimmobilien (Abgrenzung zum klassischen Crowdinvesting)
Die Plattformen unterliegen dem Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) und der Aufsicht der FMA.
Risiken
Crowdinvesting birgt spezifische Risiken, die Anlegerinnen und Anleger kennen sollten:[2]
- Nachrangigkeit: Qualifiziert nachrangige Darlehen werden bei Insolvenz des Bauträgers erst nach allen anderen Gläubigerinnen und Gläubigern bedient – Totalverlust möglich
- Keine Besicherung: Meist kein grundbücherliches Pfandrecht oder andere Sicherheiten
- Projektrisiko: Verzögerungen, Kostenüberschreitungen, Absatzprobleme
- Plattformrisiko: Insolvenz der Plattform selbst
- Illiquidität: Kein Sekundärmarkt, Anteile während der Laufzeit nicht verkaufbar
Das AltFG begrenzt die Investition pro Projekt auf max. 5.000 € pro Anleger (ohne Vermögensnachweis).[2]
