Fixzinskredit
Ein Fixzinskredit ist ein Immobilienkredit, bei dem der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit oder die gesamte Kreditlaufzeit fixiert wird, was dem Kreditnehmer Planungssicherheit bietet – im Gegensatz zum variabel verzinsten Kredit (z. B. Euribor-gebunden).
Definition
Bei einem Fixzinskredit wird der Zinssatz für die gesamte Laufzeit oder einen definierten Zeitraum (z. B. 10, 15, 20 oder 25 Jahre) festgeschrieben. Die monatliche Rate (Annuität) bleibt konstant, unabhängig von der Entwicklung des Kapitalmarkts.[1]
Der Gegensatz ist der variable Kredit, dessen Zinssatz typischerweise an den Euribor gekoppelt ist und sich mit dem Marktzins ändert.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Planungssicherheit: gleichbleibende Raten über die gesamte Fixzinsperiode
- Schutz vor Zinserhöhungen
- Budgetierbare Betriebskosten für Eigenheimbesitzer
Nachteile
- In der Regel höherer Anfangszinssatz als bei variablen Krediten
- Pönale (Vorfälligkeitsentschädigung) bei vorzeitiger Rückzahlung möglich
- Kein Profitieren von sinkenden Marktzinsen[2]
Situation in Österreich
Nach der starken Zinserhöhung durch die EZB ab 2022 und der Einführung der KIM-Verordnung ist die Nachfrage nach Fixzinskrediten in Österreich deutlich gestiegen. Während vor 2022 über 60 % der Neuabschlüsse variabel verzinst waren, machten Fixzinskredite 2023 bereits rund 70 % der Neukreditvergabe aus.[3]
Die Bonitätsprüfung der Bank berücksichtigt bei Fixzinskrediten die Rate über die gesamte Fixzinsperiode.
